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      Ramadan in Nürnberg: Gemeinsam Fastenbrechen im Fastenzelt

      Fastenzeit in verschiedenen Religionen

      Fastenzeit ist angesagt. Während viele Christen momentan beispielsweise auf Süßigkeiten oder Alkohol verzichten, bedeutet das Fasten für Muslime, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang vollständig auf Essen und Trinken zu verzichten. In unserer Metropolregion Nürnberg sind schätzungsweise rund 8% der Bevölkerung muslimischen Glaubens, was etwa 43.000 Menschen entspricht. Warum sie fasten und was der heilige Monat überhaupt bedeutet, haben wir uns vor Ort in einer Moschee angeschaut.  

      Fünfmal am Tag ruft der Muezzin Muslime zum Gebet – aber während des Ramadan erklingt er auch mit einer besonderen Bedeutung: Er läutet das Fastenbrechen bei Sonnenuntergang ein. Ein ganzer Monat ohne Essen und Trinken zumindest von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

      Was ist das Fastenzelt?

      Die Eyüp-Sultan Moschee in Nürnberg bietet jeden Abend ein gemeinsames Fastenbrechen an. Eine Mahlzeit, die nicht nur den Hunger stillt- sondern auch eine religiöse und soziale Bedeutung hat. Das Essen wird täglich frisch zubereitet – von einem Koch aus der Türkei. 45 Ehrenamtliche helfen dabei, dass jeder hier versorgt wird! Doch es geht hier nicht nur ums Essen – Für viele ist die Atmosphäre im Fastenzelt etwas ganz Besonderes. 
      Seit diesem Jahr gibt es noch eine Besonderheit: Eine Stunde vor dem Iftar werden auch Menschen beliefert, die nicht zum Fastenzelt kommen können – darunter Kranke, ältere Menschen oder Bedürftige. Finanziert wird das Fastenzelt komplett durch Spenden. Rund 2000 Euro kostet eine einzige Nacht.

      Nach dem Essen versammeln sich viele noch zum gemeinsamen Abendgebet – eine Zeit der Besinnung und Dankbarkeit. Noch bis Ende der Woche wird das Fastenzelt Menschen zusammenbringen – mit Essen, Gemeinschaft und Solidarität. Danach endet der Ramadan – mit der ‚Nacht der Bestimmung‘ und schließlich dem Zuckerfest.

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