Hier zählt die Gaudi: Erster Männerballett-Contest in Obernzenn
Beim Thema “Faschingstänze” denken die meisten sicherlich zuerst an die Mädchen und Damen im Gardetanzsport. Als karnevalistischen Garden aber Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals die Bühnen eroberten, waren das nur Männer. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts gab es dann auch Mädchengarden. Bis heute lassen sich die Männer das Tanzen im Fasching deshalb aber nicht verbieten. Männerballette gehören inzwischen genauso dazu. Und genau für diese Gruppen hat Obernzenn jetzt einen ganz eigenen Wettbewerb ausgerichtet.
„The Beautys and the Nerd“ aus Welbhausen
Kurz vor 21 Uhr: Das Männerballett aus Welbhausen verwandelt sich in der Umkleidekabine in wahre Schönheiten. Hohe Schuhe, Lippenstift und Perücken dürfen da nicht fehlen. Draußen in der Zenngrundhalle heizen die anderen Männerballette schonmal ordentlich ein. Zwölf Gruppen nehmen teil. Viele davon haben ihre eigenen Fanclubs dabei.
Gaudi statt Gewinnen
Gewinnen ist an diesem Abend aber nur zweitrangig. Bewertet werden neben Kategorien wie Choreografie, Kostüme und Musik auch Spaßfaktor und Hebefiguren. Und dann heißt es warten für Welbhausen. Die Jury kann pro Kategorie 10 Punkte vergeben. Keine leichte Aufgabe findet auch Landtagsabgeordnete und Ehrenamtsbeauftragte Gabi Schmidt. Auch für sie steht aber die Gaudi bei diesem Wettbewerb im Vordergrund. Der erste Platz und damit der Pokal vom ersten Obernzenner Männerballett-Contest geht nach Hagenbüchach. Die Senkrechtstarter holen den Sondertitel für die “leichteste Gruppe” beim Contest. Für sie ist es trotzdem ein gelungener Abend. Und auch die Veranstalter, die Gardeabteilung des TSV Obernzenn ist mit der Ausrichtung des Wettbewerbs rundum zufrieden. Möglicherweise gibt es schon im nächsten Jahr eine Wiederholung. Dann will auch Welbhausen wieder an den Start gehen.